Projekte > Zeitzeugenarchiv Dresden
 
 
  Zurück zur Übersicht "Projekte"
 
  Der Aufbau des Zeitzeugenarchivs ist eine Initiative von Stadtarchiv und Stadtmuseum Dresden, der Interessengemeinschaft "13. Februar 1945" e.V. und dem Frauenstadtarchiv Dresden. Mit der Installation des Zeitzeugenarchivs Dresden im Stadtarchiv Dresden wird Bezug genommen auf den Beschluss des Stadtrates der Landeshauptstadt Dresden vom 08.05.2003, wonach ein Zeitzeugenarchiv über die Zerstörung Dresdens vom 13.-15. Februar 1945 zu initiieren ist. Die thematische Fokussierung des Stadtratsbeschlusses wurde zunächst auf den Zeitraum 1933-1945 und mittlerweile, durch die Methodik der lebensgeschichtlichen Interviewführung, bis in die Gegenwart erweitert.
 
  Welche Ziele verfolgt das Zeitzeugenarchiv Dresden?

Die Ziele des Zeitzeugenarchivs lassen sich in sechs wesentlichen Punkten zusammenfassen:

  • Es werden lebensgeschichtliche Interviews durchgeführt.
  • Subjektive Erinnerungszeugnissen von weiblichen und männlichen Zeitzeugen - etwa schriftliche Berichte, persönliche Dokumente in Ton-, Bild- und Schriftform sowie Fotografien werden gesammelt, elektronisch erfasst, erschlossen und für die Nutzung zugängig gemacht.
  • Zusätzlich erfolgt täglich eine Auswertung der Dresdner Lokalzeitungen in Hinblick auf historische, zeitgeschichtliche, lebens- und erfahrungsgeschichtliche Aspekte (siehe Sammlungen).
  • Außerdem wird das Zeitzeugenarchiv wissenschaftlich betreut (Genderforschung/Genderperspektive)
  • Alle Dresden-bezogenen Oral-History-Projekte sollen vernetzt werden. Wichtige Kooperationspartner sind das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden und das "Zeitzeugenkabinett" der Dresdner Seniorenakademie.
  • Seit 2005 werden die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der Erlebnisgeneration 1933 - 1945 anlässlich des Gedenktages der Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945 in das Stadtarchiv Dresden eingeladen. In Kooperation mit der Interessengemeinschaft "13. Februar 1945" und der Stiftung Frauenkirche Dresden wurde im Jahr 2008 erstmals ein gemeinsames Treffen der Überlebenden des 13. Februar 1945 in der Dreikönigskirche organisiert. Diese Tradition hat bis heute Bestand.
  • Bildungsangebote für Schulen und andere Bildungseinrichtungen - etwa unterrichtsbegleitende Projekte, historische Workshops, Ausstellungen und Veranstaltungen - werden organisiert. In den Jahren 2005/2006 wurden Schulklassen im Rahmen von generationsübergreifenden Treffen mit den Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Nationalsozialismus und Krieg konfrontiert; 2007 war das Engagement der Schülerinnen und Schüler durch die inhaltliche Gestaltung des "Trümmerfrauentreffens" selbst gefragt.
 
  Seit Januar 2007 war der Bestand des Zeitzeugenarchivs öffentlich nutzbar. Die Sichtung der Bestandsunterlagen erfolgte jedoch ausschließlich über das Betreuungspersonal des Frauenstadtarchivs Dresden.

Die Arbeit am Zeitzeugenarchiv Dresden kann ab 2009 im Rahmen der kapazitativen Möglichkeiten des Frauenstadtarchivs Dresden nicht weiter fortgesetzt werden. Der Bestand ist momentan wegen bearbeitungsrelevanter Umstrukturierungen teilweise gesperrt. Die Nutzung ist nur eingeschränkt möglich.
 
  Zurück zur Übersicht "Projekte"