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Willkommen im Frauenstadtarchiv Dresden

Das Frauenstadtarchiv Dresden (FSA) arbeitet innerhalb des FrauenBildungsHaus Dresden e.V. als eigenständiges Projekt mit den Arbeitsschwerpunkten Frauengeschichts- und Geschlechterforschung.

Ausführliche Informationen über das FSA und seine Arbeit finden Sie hier.


Aktuelle Veranstaltungen


 

Feierliche Eröffnung der Wanderaustellung: 100 JAHRE FRAUENWAHLRECHT IN SACHSEN

am 15. Januar 2019, 18 Uhr im Sächsischen Landtag

„Die staatsbürgerliche Befreiung der Frauen ist noch nicht zur Tat geworden. Mit der Verleihung des Wahlrechts allein kann es nicht geschehen sein.“

Was Julie Salinger in den 1920er Jahren im sächsischen Parlament sagte, ist auch heute noch hochaktuell. Ob in Form von Altersarmut, sexualisierter Gewalt oder un­ent­gelt­licher Sorge- und Hausarbeit – noch immer gehören geschlechtsbedingte Diskriminierungserfahrungen zum Alltag von Frauen.

Dennoch, seit dem Beginn der ersten Frauenbewegung wurde viel erreicht. Unzählige Menschen haben sich für Werte wie das Recht auf freie Meinungsäußerung, das Recht auf Selbstbestimmung und das Recht aller Bürgerinnen und Bürger auf Wahlbeteiligung eingesetzt. Die Frauenbewegung hat hier Großes bewirkt, ist Teil einer erfolgreichen demokratischen Bewegung.

Im Februar 1919 fanden in Sachsen erstmals Wahlen statt, an denen auch Frauen aktiv und passiv teilnehmen konnten. Wie nutzen Frauen seitdem dieses damals neu errungene Recht auf Mitgestaltung der Gesellschaft? Was waren ihre Themen und wie setzten sie sie um?

Diesen und weiteren Fragen widmet sich die Ausstellung 100 JAHRE FRAUENWAHLRECHT IN SACHSEN. Mittels 25 thematischer und biographischer Tafeln soll sie schlaglichtartig an einige der vielen politischen Akteurinnen Sachsens und ihre Leistungen erinnern sowie auf 100 Jahre weibliche Teilhabe an der sächsischen Politik überhaupt aufmerksam machen. Sie soll die Stärken demokratischer Prozesse aufzeigen und betonen, wie wesentlich das Recht auf Mitgestaltung einer Gesellschaft ist.

Die Wanderausstellung beruht auf einer Ausstellung des Vereins zur Erforschung der Dresdner Frauengeschichte e. V. zu den Parlamentarierinnen in Sachsen während der Weimarer Republik. Sie wurde u.a. in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte von Studierenden der TU Dresden weiterentwickelt.

Künstlerisch wird die Ausstellungseröffnung begleitet durch den Audiowalk „Bestimmt“ von Maren Jung, der die Frage nach der Wahlmöglichkeit hinsichtlich geschlechtsbezogener Rollenanforderungen thematisiert und mit Hilfe dessen die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung aktiv der Frage nachspüren können, welchen Einfluss geschlechterstereotype Zuschreibungen auf die eigene Identität und somit auf die eigenen Handlungsspielräume haben.

Begrüßung
Horst Wehner
Vizepräsident des Sächsischen Landtags

Dr. Alexandra-Kathrin Stanislaw-Kemenah
Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Dresden

Prof. Dr. Susanne Schötz
Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Technischen Universität Dresden

Einführung in die Ausstellung
Susanne Salzmann, M.A.
Mitarbeiterin des Frauenstadtarchivs Dresden

Rundgang durch die Ausstellung
im Anschluss an die Eröffnung mit Susanne Salzmann und künstlerischer Begleitung durch den Audiowalk „Bestimmt“ von Maren Jung und der Audioinstallation „Sag nichts“ von Constanze Böckmann

Musik
Klara Fabry
Klarinettistin, Instrumentalpädagogin

Ausstellung
Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags
15. Januar 2018 bis 21. Februar 2019
Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr geöffnet
an Feiertagen geschlossen

Begleitprogramm
Feministischer Stadtrundgang durch Dresden: „Wir wollen die ganze Bäckerei“ oder: feministische Kämpfe gestern und heute in Dresden, in Kooperation mit Feministory

26.01.2019 | ab 14 Uhr | Treffpunkt: Sächsischer Landtag

Frauenwahlrecht, schön und gut. Aber welche feministischen Kämpfe spielen und spielten ebenfalls eine wichtige Rolle in Dresden? Feministory begibt sich während eines Stadtrundgangs der besonderen Art auf Spurensuche in Dresden. Denn hier beherbergen verschiedenste bekannte und unbekannte Orte ganz unterschiedliche Geschichten, die mit gesamtgesellschaftlichen und wirkungsvollen Machtsystemen wie Sexismus, Rassismus etc. in Verbindung stehen. Diese Geschichten wollen wir erzählen und der Frage nach historischen Kontinuitäten von Ungleichheiten und deren Auswirkungen auf unser Leben und Denken heute nachgehen. Zugleich wollen wir diese Erzählungen auch nutzen, um Möglichkeiten des Widerstandes gegen diese Verhältnisse kennenzulernen und zu erörtern.

Informationen und Kontakt
frauenstadtarchiv@frauenbildungshaus-dresden.de

Die Ausstellung wurde erarbeitet vom Frauenstadtarchiv Dresden in Kooperation mit der Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der TU Dresden. Sie wird gefördert und unterstützt von der Gleichstellungsbeauftragten für Frau und Mann der Landeshauptstadt Dresden sowie der Gleichstellungsbeauftragten der Landesdirektion Sachsen.

Die Eröffnungsveranstaltung wird unterstützt durch den Sächsischen Landtag.

Flyer zu Ausstellung 100 Jahre Frauenwahlrecht in Sachsen 2019

Titelbild: Anita Augspurg, Marie Stritt, Lily von Gizycki, Minna Cauer und Sophia Goudstikker (von links), Atelier Elvira, um 1894 (bearbeitet durch Hrsg.)

 

 

Audiowalk: “Rosa war hier. Ein Wi(e)dergang” von Maren Jung, M.A. und Dipl. Soz. Dorothea Möwitz
Teilnahme nach Anmeldung möglich Dienstags und Mittwochs zwischen 10 Uhr -15 Uhr | Frauenstadtarchiv Dresden, Oskarstraße 1, 01219 Dresden

Die Partizipative Performance ist dem Gedenken der in der Shoa ermordeten Dresdnerin Rosa Menzer gewidmet. Sie besteht in einem Audiwalk, mit Hilfe dessen die Teilnehmenden den Spuren der institutionellen Doppelverfolgung der Kommunistin und Jüdin Rosa Menzer in den Jahren 1934 bis 1939 durch den ehemaligen Justizkomplex am Münchner Platz nachzuspüren. In den verschiedenen Stationen, darunter ein gemütliches Mensacafé der TUD und ein Fahrstuhl, verweben Maren Jung und Dorothea Möwitz die Biographien der Teilnehmenden mit der Biographie Rosa Menzers, und so die Vergangenheit mit der Gegenwart. Dabei inszenieren sie die Teilnehmenden in gewisser Weise als Wi(e)dergänger*innen Rosa Menzers, die sich während des Rundgangs nicht als passive Rezipienten, sondern als aktive Protagonisten an der Performance beteiligen.

Die Teilnahme erfolgt auf Spendenbasis.

Abbildung: Foto: ehemalige Haftanstalt am Münchner Platz. Quelle: Archiv Gedenkstätte Münchner Platz Dresden

 

 


Thematischer Arbeitsschwerpunkt des FSA 2017: “Frauen und Religion in der Geschichte Sachsen”

Thematischer Arbeitsschwerpunkt des FSA 2018/19: “Frauen in der Politik”