Home

Willkommen im Frauenstadtarchiv Dresden

Das Frauenstadtarchiv Dresden (FSA) arbeitet innerhalb des FrauenBildungsHaus Dresden e.V. als eigenständiges Projekt mit den Arbeitsschwerpunkten Frauengeschichts- und Geschlechterforschung.

Ausführliche Informationen über das FSA und seine Arbeit finden Sie hier.


Aktuelles

Kampagnenstart von “LADIES*, ES IST ZEIT!”
#ladiesesistzeit

Kennst Du das? Du hast ein Bedürfnis nach Information, nach Beratung, nach Unterstützungsnetzwerken in schwierigen Lebenssituationen? Du möchtest dich weiterbilden, mit Menschen in Kontakt kommen, die ähnliche Interessen haben wie Du? Du wünschst dir einen Ort, an dem Du über Themen, die Dir wichtig sind, diskutieren kannst, an dem Du ernst genommen, akzeptiert wirst? Du willst dich ausprobieren, dich vernetzen und aktiv sein?

In Dresden gibt es viele Orte, die Dir das bislang ermöglichen: zahlreiche, ganz unterschiedliche Projekte, die sich speziell für Frauen* und Mädchen*, aber auch für Männer* und Menschen jenseits dieser Kategorien einsetzen. Es sind Orte, die Menschen zusammenbringen, die Halt und Orientierung geben, die Mut machen, an denen Du Du sein kannst.

Wir stärken…

… Frauen* in ihrer Gesundheit, politischen Teilhabe und Mitbestimmung, ihrer Rolle als (Allein-)Erziehende, in Erwerbslosigkeit, ihrem künstlerischen Schaffen, in ihrer Selbstbehauptung und persönlichen Entwicklung, in ihrem Wunsch nach Bildung und ihrem Kampf gegen Sexismus und Abwertung;
… Frauen*, Kinder und Männer* auf ihrem Weg aus gewaltvollen Beziehungen und bieten sichere Orte;
… geflüchtete Frauen* und Migrantinnen* in ihrem Zugang zu Bildung, Kontakten und Unterstützung;
… Mädchen* in ihrer Entwicklung zu freien, selbstbestimmten und selbstbewussten Menschen;
… Menschen, die anders lieben, als es von ihnen erwartet wird;
… Männer*, die unter dem gesellschaftlichen Druck, immer stark sein zu müssen, leiden;
… Väter*, die auf der Suche nach einer guten Beziehung zu ihren Kindern sind;
… Menschen, die sich weder als Frau* noch Mann* verstehen;
… diejenigen, die allzu oft mit ihren Stimmen kein Gehör finden.

Was Du vielleicht nicht weißt: All diese Orte und Angebote existieren auf der Grundlage öffentlicher Fördermittel, vor allem von Kommune und Land. Diese Gelder sind wichtig, weil unsere Angebote in aller Regel kostenlos oder sehr günstig sind, damit alle Menschen – unabhängig von ihrem Einkommen – sie nutzen können. Das macht uns jedoch abhängig vom politischen Willen, denn der Dresdner Stadtrat und der Sächsische Landtag entscheiden über die Höhe der bereitgestellten Fördermittel.

Konservative und Rechtspopulist*innen stehen unseren Anliegen der Stärkung von Frauen*, Mädchen*, Geflüchteten und Migrantinnen* entschieden entgegen. Eine Mehrheit dieser Parteien und Positionen in den Parlamenten wird bedeuten, dass unsere Orte in Dresden und Sachsen keine Zukunft haben.

Du hast es am 26. Mai bei den Kommunalwahlen und am 1. September bei den Landtagswahlen in der Hand!

Denn: Deine Wahlentscheidung hat ganz konkrete Auswirkungen auf die Existenz unserer Orte und ihrer Angebote, die Du vielleicht schon einmal dringend gebraucht hast, oder die Du regelmäßig und gerne nutzt. Hilf uns dabei, sie zu erhalten! Mit Dir im Rücken lassen wir uns nicht entmutigen, nicht vertreiben. Unsere Arbeit ist vielfältig, solidarisch und fundamental wichtig für eine gerechtere Gesellschaft.

Ladies*, nutzt eure Stimme: Es ist Zeit!

#ladiesesistzeit – mach mit! Nutze und teile den Hashtag für
… Infos
… Veranstaltungen und Angebote
… Vernetzung
… Deine Solidarität!

Eine Initiative von

D.I.K. Interventions- und Koordinierungsstelle zur Bekämpfung häuslicher Gewalt/Stalking des Frauenschutzhaus Dresden e.V.
Fach- und Koordinierungsstelle für die Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen* Dresden in Trägerkooperation des Verbunds Sozialpädagogischer Projekte e.V. und des *sowieso* Frauen für Frauen e.V.
FrauenBildungsHaus Dresden e.V.
Frauenförderwerk Dresden e.V.
Frauen- und Mädchengesundheitszentrum Medea e.V.
Gerede – homo, bi und trans e.V.
Kreative Werkstatt Dresden e.V.

Mit Unterstützung von

PiaBarkow, Stadträtin* (DIE LINKE)
Ulrike Caspary, Stadträtin* (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Dana Frohwieser, Stadträtin*, Fraktionsvorsitzende und gleichstellungspolitische Sprecherin* (SPD)

Aktuelle Veranstaltungen

„Zu sagen, was ist, bleibt die revolutionärste Tat“ – Fragen zum politischen Streit an Rosa Luxemburg

05.03.2019 | 19 Uhr – 21 Uhr | im FrauenBildungsHaus Dresden

Streit oder Alternativlosigkeit? Diskussion oder lieber Schweigen? Was mit einer Gesellschaft passiert, in der nicht mehr konstruktiv gestritten wird, verrät u.a. ein Blick auf verhärtete Fronten, die Wahlbeteiligung und ihre Ergebnisse und den Anstieg politisch motivierter Gewalttaten. Streiten erscheint zunehmend unmöglich, wenn jede Diskussion zu eskalieren droht.

2019 jährt sich Rosa Luxemburgs Todestag zum 100. Mal – ein guter Grund, die Biografie der marxistischen Politikerin und Aktivistin auf ihren Umgang mit Konflikten zu beleuchten. Was waren zentrale Streitthemen ihres politischen Schaffens und welche Formen der Aus-einandersetzung wählte sie? Wie wurden Konflikte damals verhandelt, welche politischen Allianzen und welche Spaltungen gab es?

Neben kurzen Inputs zu Rosa Luxemburgs politischem Werdegang kommen vor allem Praktiker*innen aus den Bereichen Parteienpolitik, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft zu Wort. Gemeinsam wollen wir diskutieren, welche Bedeutung die schon vor über 100 Jahren von Rosa Luxemburg ausgetragenen Konflikte politisch heute immer noch haben. Warum sind sie nach wie vor wichtig zu verhandeln und wie könnte eine politische Streitkultur der Zukunft aussehen? Fragen über Streit über Fragen.

Mit: Sarah Buddeberg (MdL), Karin Luttmann (Genderkompetenzzentrum Sachsen), Irena Rudolph-Kokot (Ver.di, DGB, Leipzig nimmt Platz), Dr.in Anja Osiander (Hufewiesen Trachau)

Moderation: Susanne Salzmann (Frauenstadtarchiv Dresden)

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen.

Offenes Konzeptionstreffen der AG Performance

07.02.2019 | 17:30 Uhr | FrauenBildungsHaus Dresden

Ihr habt Lust, euch an der Entwicklung einer feministischen Performance zu beteiligen, die sich mit den antifeministischen Konsequenzen eines drohenden politischen Rechtsrucks auseinandersetzt? Dann kommt am 07.02.19 um 17:30 Uhr ins FrauenBildungsHaus, Oskarstraße 1, 01219 Dresden. Dort wollen wir euch die Idee für eine partizipative Performance mit dem Arbeitstitel „Wende 2.0“ oder Zurück in die Zukunft – Ein Wettlauf ins gestrige Patriachart von morgen“ vorstellen und gemeinsam zu einer dystopisch verdichteten aber dennoch empowernden Erfahrung  weiterentwickeln.

Informationen zu weiteren Terminen der AG Performance, an denen andere Aktionsideen diskutiert und erarbeitet werden sollen, werden in Kürze auf unserer Seite veröffentlicht.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem F_Streik Netzwerk Dresden und dem Genderkompetenzzentrum Sachsen.

 Wanderaustellung: 100 JAHRE FRAUENWAHLRECHT IN SACHSEN

15. Januar – 21. Februar 2019 | montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr | Bürgervoyer des Sächsischen Landtag

„Die staatsbürgerliche Befreiung der Frauen ist noch nicht zur Tat geworden. Mit der Verleihung des Wahlrechts allein kann es nicht geschehen sein.“

Was Julie Salinger in den 1920er Jahren im sächsischen Parlament sagte, ist auch heute noch hochaktuell. Ob in Form von Altersarmut, sexualisierter Gewalt oder un­ent­gelt­licher Sorge- und Hausarbeit – noch immer gehören geschlechtsbedingte Diskriminierungserfahrungen zum Alltag von Frauen.

Dennoch, seit dem Beginn der ersten Frauenbewegung wurde viel erreicht. Unzählige Menschen haben sich für Werte wie das Recht auf freie Meinungsäußerung, das Recht auf Selbstbestimmung und das Recht aller Bürgerinnen und Bürger auf Wahlbeteiligung eingesetzt. Die Frauenbewegung hat hier Großes bewirkt, ist Teil einer erfolgreichen demokratischen Bewegung.

Im Februar 1919 fanden in Sachsen erstmals Wahlen statt, an denen auch Frauen aktiv und passiv teilnehmen konnten. Wie nutzen Frauen seitdem dieses damals neu errungene Recht auf Mitgestaltung der Gesellschaft? Was waren ihre Themen und wie setzten sie sie um?

Diesen und weiteren Fragen widmet sich die Ausstellung 100 JAHRE FRAUENWAHLRECHT IN SACHSEN. Mittels 25 thematischer und biographischer Tafeln soll sie schlaglichtartig an einige der vielen politischen Akteurinnen Sachsens und ihre Leistungen erinnern sowie auf 100 Jahre weibliche Teilhabe an der sächsischen Politik überhaupt aufmerksam machen. Sie soll die Stärken demokratischer Prozesse aufzeigen und betonen, wie wesentlich das Recht auf Mitgestaltung einer Gesellschaft ist.

Die Wanderausstellung beruht auf einer Ausstellung des Vereins zur Erforschung der Dresdner Frauengeschichte e. V. zu den Parlamentarierinnen in Sachsen während der Weimarer Republik. Sie wurde u.a. in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte von Studierenden der TU Dresden weiterentwickelt.

Informationen und Kontakt
frauenstadtarchiv@frauenbildungshaus-dresden.de

Die Ausstellung wurde erarbeitet vom Frauenstadtarchiv Dresden in Kooperation mit der Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der TU Dresden. Sie wird gefördert und unterstützt von der Gleichstellungsbeauftragten für Frau und Mann der Landeshauptstadt Dresden sowie der Gleichstellungsbeauftragten der Landesdirektion Sachsen.

Flyer zu Ausstellung 100 Jahre Frauenwahlrecht in Sachsen 2019

Titelbild: Anita Augspurg, Marie Stritt, Lily von Gizycki, Minna Cauer und Sophia Goudstikker (von links), Atelier Elvira, um 1894 (bearbeitet durch Hrsg.)

Audiowalk: “Rosa war hier. Ein Wi(e)dergang” von Maren Jung, M.A. und Dipl. Soz. Dorothea Möwitz
Teilnahme nach Anmeldung möglich Dienstags und Mittwochs zwischen 10 Uhr -15 Uhr | Frauenstadtarchiv Dresden, Oskarstraße 1, 01219 Dresden

Die Partizipative Performance ist dem Gedenken der in der Shoa ermordeten Dresdnerin Rosa Menzer gewidmet. Sie besteht in einem Audiwalk, mit Hilfe dessen die Teilnehmenden den Spuren der institutionellen Doppelverfolgung der Kommunistin und Jüdin Rosa Menzer in den Jahren 1934 bis 1939 durch den ehemaligen Justizkomplex am Münchner Platz nachzuspüren. In den verschiedenen Stationen, darunter ein gemütliches Mensacafé der TUD und ein Fahrstuhl, verweben Maren Jung und Dorothea Möwitz die Biographien der Teilnehmenden mit der Biographie Rosa Menzers, und so die Vergangenheit mit der Gegenwart. Dabei inszenieren sie die Teilnehmenden in gewisser Weise als Wi(e)dergänger*innen Rosa Menzers, die sich während des Rundgangs nicht als passive Rezipienten, sondern als aktive Protagonisten an der Performance beteiligen.

Die Teilnahme erfolgt auf Spendenbasis.

Abbildung: Foto: ehemalige Haftanstalt am Münchner Platz. Quelle: Archiv Gedenkstätte Münchner Platz Dresden


Thematischer Arbeitsschwerpunkt des FSA 2017: “Frauen und Religion in der Geschichte Sachsen”

Thematischer Arbeitsschwerpunkt des FSA 2018/19: “Frauen in der Politik”